Wie Furchtmar entstanden ist
Furchtmar ist der Stressmacher in meiner Geschichte. Er war allerdings nicht von Anfang an so geplant.
Zuerst gab es nur die Idee, Angst als Figur sichtbar zu machen.
Doch wie sollte sie aussehen?
Ein Monster? Übermachtig? Gruselig?
Ich wollte nicht, dass die Angst zu dämonisch wird. Denn am Ende ist Angst ja auch ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und sie schützt uns. Wenn sie eben nicht übermäßig wird. Außerdem sollte Jonas´ Gegenspieler nicht böse sein. Das hätte auch nicht zum Ton der Geschichte gepasst.
Ein Hase passte überraschend gut: wachsam, schreckhaft und ständig auf der Suche nach Gefahren.
Erst hatte ich mit Tintenklecken gearbeitet. Ein wenig in Richtung Rorschach-Test aus der Psychologie. Doch das habe ich recht schnell aus verschiedenen Gründen wieder verworfen. Ich setzte lieber auf Strichzeichungen. Damit konnte ich auch besser Furchtmars Charakter darstellen. Mit seinen Augenringen und düsteren Kommentaren wurde er schnell zu einer eigenen Persönlichkeit.
Je länger ich schrieb, desto deutlicher wurde mir, dass in diesem zotteligen Tier sehr viele bekannte Gedanken stecken.
Manche Menschen geben ihrer Angst eine eigene Gestalt oder einen Namen. Furchtmar ist meine Version davon. Und die ist eben humorvoll, panisch und omnipräsent.
Mehr über mein Buch „Der Hase des Unheils“ und aktuelle Informationen zum Roman findest du auf dieser Website.

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