Wie Furchtmar entstanden ist

Tobi Wagner • 16. Mai 2026

Furchtmar ist der Stressmacher in meiner Geschichte. Er war allerdings nicht von Anfang an so geplant.

Zuerst gab es nur die Idee, Angst als Figur sichtbar zu machen.

Doch wie sollte sie aussehen?
Ein Monster? Übermachtig? Gruselig?
Ich wollte nicht, dass die Angst zu dämonisch wird. Denn am Ende ist Angst ja auch ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und sie schützt uns. Wenn sie eben nicht übermäßig wird. Außerdem sollte Jonas´ Gegenspieler nicht böse sein. Das hätte auch nicht zum Ton der Geschichte gepasst.

Ein Hase passte überraschend gut: wachsam, schreckhaft und ständig auf der Suche nach Gefahren.

Erst hatte ich mit Tintenklecken gearbeitet. Ein wenig in Richtung Rorschach-Test aus der Psychologie. Doch das habe ich recht schnell aus verschiedenen Gründen wieder verworfen. Ich setzte lieber auf Strichzeichungen. Damit konnte ich auch besser Furchtmars Charakter darstellen. Mit seinen Augenringen und düsteren Kommentaren wurde er schnell zu einer eigenen Persönlichkeit.

Je länger ich schrieb, desto deutlicher wurde mir, dass in diesem zotteligen Tier sehr viele bekannte Gedanken stecken.

Manche Menschen geben ihrer Angst eine eigene Gestalt oder einen Namen. Furchtmar ist meine Version davon. Und die ist eben humorvoll, panisch und omnipräsent.


Mehr über mein Buch „Der Hase des Unheils“ und aktuelle Informationen zum Roman findest du auf dieser Website.


Skizzen von Furchtmar, dem Hasen des Unheils

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von Tobi Wagner 15. Mai 2026
Manchmal sitzt einem die Angst nicht nur im Nacken, sondern direkt am Frühstückstisch. In meinem Roman hat sie lange Ohren, Augenringe und den Namen Furchtmar. „Der Hase des Unheils“ erzählt von Jonas, der versucht, ein normales Leben zu führen, während sein innerer Alarmdienst jede Kleinigkeit zur Katastrophe erklärt. Das Buch ist kein Ratgeber, sondern eine Geschichte über Grübeln, Selbstzweifel und die Kunst, trotzdem weiterzumachen. Wenn du dich schon einmal in endlosen Gedanken verloren hast, könnte dir Furchtmar seltsam vertraut vorkommen. Als ich an „Der Hase des Unheils“ gearbeitet habe, wurde mir immer wieder klar, wie eng Schreiben, Beobachten und eigenes Erleben miteinander verbunden sind. Viele Gedanken, die in diesem Buch auftauchen, kennen vermutlich mehr Menschen, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Ängste, Sorgen, Zweifel oder das Miteinander mit anderen Menschen. Mache ich alles richtig? Dieses Thema beschäftigt mich schon seit vielen Jahren. Aus eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Gesprächen weiß ich, wie hartnäckig Gedanken sein können und wie schnell sie den Alltag beeinflussen. Genau daraus sind Furchtmar und die Geschichte von „Der Hase des Unheils“ entstanden. Erst war es nur eine Sammlung von Gedanken, die dann schnell eine eigene Dynamik angenommen hat. Mir war wichtig, darüber nicht belehrend zu schreiben, sondern in Form einer Geschichte. Humor spielt dabei eine große Rolle. Er schafft Abstand, ohne das Thema kleinzureden. Dazu und zu allem anderen später mehr. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, findest du in „Der Hase des Unheils“ eine humorvolle und zugleich ernsthafte Geschichte über Angst, Selbstzweifel und den Versuch, trotz allem seinen Weg zu gehen. Der Roman erscheint am 1. September 2026 im Ovis Verlag . Ich freue mich, wenn du Furchtmar, Jonas und mich auf dieser Reise begleitest. :-)